So sehen wir unsere Schule

Schülerinnen und Schüler malen die TSG

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News

11.06.13
Ballsportklasse geht in die zweite Runde mehr...


25.05.13
TSG besucht Projektwoche im RBZ Technik mehr...


18.04.13
Die neuen Klassenfotos sind online! mehr...
 


Adresse

Theodor Storm
Gemeinschaftsschule mit Grundschulteil

Danziger Straße 31
24148 Kiel-Wellingdorf

Tel.: 0431 - 6 00 98 330
Fax: 0431 - 7 21 00 5

Mail: theodor-storm-gemeinschaftsschule...

Internet: www.tsg-wellingdorf.de

Erfahrungen im Umgang mit Puppen

Schüler als „Eltern auf Probe“

Dr. Niki Winzer mit ihrer Tochter Phoebe (links) im Beratungsgespräch mit Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen der Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule im Rahmen der Projektwoche „Eltern auf Probe“. Foto Rebehn

Wellingdorf. Sehr viele minderjährige Mädchen werden schwanger. In Deutschland sind es pro Jahr ungefähr 7500. Grund genug für die Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule, im Rahmen der Projektwoche „Eltern auf Probe“ Themen über Sexualität, Schwangerschaft und Schwangerschaftsverhütung in den Mittelpunkt zu stellen.

 Von Volker Rebehn

 „Kann eine Frau nach einem Kaiserschnitt ein zweites Kind per Kaiserschnitt bekommen?“„Kann man beim ersten Mal schwanger werden?“ oder „Woher wissen die Spermien, wo die Eizelle sitzt“. Niki Winzer hört sich die Fragen der 9. und 10. Klassen geduldig an, um dann jede in der Sprache der Schüler zu beantworten. „Viele sind anfangs noch ängstlich, können dann aber ehrlich mit dem Thema umgehen“, sagt die Beratungsärztin der Innungskrankenkasse (IKK) Nord, die die Projektwoche an der Wellingdorfer Schule unterstützt. 
Bei den Gesprächen mit den Schülern hält Niki Winzer ihre 16 Monate alte Tochter Phoebe im Arm. Ihr gegenüber sitzt die 15-jährige Saskia. Und auch die Schülerin trägt ein Kind – allerdings ist es eine Puppe, die es in sich hat. Mit Elektronik voll gestopft und entsprechend programmiert, wird die Puppe beinahe zu einem „lebendigen“ Kind. Es schreit, macht in die Windeln, muss gestillt werden und benötigt seine Kuscheleinheiten. Über einen Sensor erkennt die Puppe, wer ihre Mutter oder ihr Vater ist. In der vergangenen Woche haben Saskia und ihr Mitschüler Baderkhan (15) „Leon“, wie sie ihr Puppenbaby getauft haben, rund um die Uhr versorgt.
Die eine Woche „Eltern auf Probe“ bedeutete für die beiden – wie auch für die anderen Probeeltern – eine große Herausforderung. „Aus dem Biounterricht wusste ich einiges. Doch ein Kind ist ein großer Aufwand“, erzählt Baderkhan. „Ich musste mich gehörig umstellen. Die Zeit war sehr anstrengend“, sagt auch Saskia. Nach der einen Woche zog sie für sich das Fazit: Ein Kind wünscht sie sich frühestens in zehn Jahren. Es passiert aber, dass Mädchen in ihrem Alter oder noch jüngere schwanger werden. Die Situation sei dann, so sagt Lehrerin Marlies Sick, für alle schwierig. Die Schule habe sich daher für das Präventionsprojekt „Eltern auf Probe“ von Daniela le Grand (Wahlstedt) wahrgenommen. Dieses soll Schüler motivieren, sich mit der Verantwortung von Elternschaft zu befassen sowie Jugendlichen und Eltern zudem bewusst machen, wie praktische Lebenserfahrungen zum Thema „Eltern und Kind“ in die Schule integriert werden können. Dabei soll der Umgang mit den Puppen einen realistischen Alltag aufzeigen.
Wie Niki Winzer berichtete, würden Schülerinnen ab und zu erzählen schwanger zu sein, es tatsächlich aber nicht. So sei es bei einer 13-Jährigen gewesen. Die Ärztin hat die Schülerin sofort getestet, aber keine Schwangerschaft festgestellt. „Oft ist das ein Hilferuf. Das Mädchen hatte andere Probleme, konnte damit aber nicht zu ihren Eltern gehen“, sagt sie.

(Quelle: Kieler Nachrichten, 5. Mai 2010, S. 25)

 



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